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Walls/Mauern/Grenzen

Moving Matters Travelling Workshop (MMTW)

Kapelle der Versöhnung, Berliner Mauerdenkmal

Ausstellung: 1.Juni -2. Juli 2017
Workshop: 26.-30. Juni 2017
Performance: 30. Juni, 1. Juli 2017

Viele Jahre wurde Berlin von der Mauer geprägt: 1989 fiel die Berliner Mauer und es begann eine neue Ära, in der die Menschen nicht mehr durch Mauern und die Ideologien, die diese Mauer aufrecht erhielt, geteilt wurden. Heute werden auf der Welt neue Mauern errichtet und erweitert: zwischen Mexiko und den USA, Israel und Palästina, um die “Festung Europa” und anderswo. Mauern symbolisieren Teilung, sie können aber auch Zuflucht bieten. Diese Zuflucht wird ebenfalls von  (der Stadt) Berlin verkörpert. Die Stadt hat Tausenden von Menschen, die vor den Kriegen im Nahen Osten flohen, Mauern des Schutzes angeboten. Daher können Mauern auch Schutz, Privatsphäre und ein Gefühl von zu Hause vermitteln, und nicht nur Grenzen oder Abtrennungen symbolisieren.
In Berlin werden die Künstler des Moving Matters Traveling Workshops in und um die Kapelle der Versöhnung arbeiten, um die vielfältigen Bedeutungen von Mauern zu erforschen, indem sie eine Ausstellung und öffentliche Performances entwickeln. Die Kapelle befindet sich auf dem ehemaligen Grenzstreifen, wo die Kirche der Versöhnung einmal stand. Die Kirche befand sich im Sperrgebiet und wurde daher nach 1961 nicht genutzt. 1985 sprengte die DDR- Regierung die Kirche, um die Grenzzone erweitern zu können. Die neue Kapelle wurde am 9. November 2000 eingeweiht: Freiwillige aus der ganzen Welt kamen, um die Kapelle der Versöhnung aus Stampflehm zu bauen, die ihr inneres Heiligtum abgrenzt und die Ruinen der ehemaligen Kirche einschließt.
Als “serielle Migranten” treten die Künstler in die Kapelle der Versöhnung ein und bringen ihre eigenen Erfahrungen über Grenzübergänge und Erinnerungen an die Mauern ihrer verschiedenen Häuser mit in dieses Projekt ein. Auch wenn andere sie als Immigranten, Flüchtlinge, Liebesmigranten oder Einheimische wahrgenommen haben, definieren sie sich als serielle Migranten, um sich auf ihren gemeinsamen Weg der Ansiedlung in mehreren Ländern zu konzentrieren. Sie greifen auf diese vielfältige individuelle Erfahrung und die kollektive Dynamik des MMTW-Projekts seit 2013 zurück, um die politischen und persönlichen Bedeutungen von Mauern in ihren unzähligen materiellen und phantasievollen Dimensionen zu betrachten. Die Kapelle wird jeden Tag von über 1.500 Menschen während der Sommermonate besucht. MMTW Berlin wird damit eine breite internationale Öffentlichkeit von 45.000 Menschen zuteil. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Versöhnungskapelle und der Koordinationsstelle für die Arbeit mit Geflüchteten des Evangelischen Kirchenkreises Berlin Nord-Ost, entwickelt.
The Moving Matters Traveling Workshop: Seit 2013 erforscht MMTW Migration und Mobilität durch Kunstproduktion, Ausstellungen, Performances und öffentliche Interventionen. Obwohl sie in verschiedenen Ländern geboren wurden und gelebt haben und verschiedene Sprachen sprechen, teilen die Künstler des MMTW die Erfahrung der seriellen Migration. Die MMTW-Künstler untersuchen, wie die Erfahrungen der Migration ihre Kunst und andere geformt haben. Die Kunst des Workshops entwickelt sich im Bild des seriellen Migranten, der sich durch einen Prozess der fortschreitenden “Bewohnung” entfaltet: Jeder Workshop findet an einem neuen Standort statt, konzentriert sich auf ein bestimmtes Thema und beinhaltet eine neue Mischung von Teilnehmern. Jeder Workshop wird in Zusammenarbeit mit einer Gastinstitution konzipiert und ausgearbeitet. Mindestens vier Künstler, die an der früheren Arbeit der MMTW beteiligt sind, sind in jedem neuen Programm involviert, um künstlerische und soziale Kontinuität sicher zu stellen. Der MMTW hat in Kalifornien, Frankreich, den Niederlanden und Rumänien Kunstwerke, Ausstellungen, Aufführungen und öffentliche Interventionen entwickelt. Kommende Projekte finden in Städten wie Barcelona (2017) und Triest (2018) statt.

Walls

Kapelle der Versöhnung, Berlin Wall Memorial

Exhibition 1 June-2 July            

Workshop 26-30 June         

Performances 30 June, 1 July

 For many years, the Wall defined Berlin. In 1989 the Berlin Wall came down, seemingly heralding a new era when people would no longer be divided by walls and the ideologies that uphold them. Today, however, around the world new walls are being erected and extended: between Mexico and the USA, Israel and Palestine, around “Fortress Europe,” and elsewhere. Walls symbolize division, but they also can provide refuge. This is likewise epitomized by Berlin. The city has offered walls to thousands of people fleeing wars in the Middle East. Hence, walls may also offer protection, privacy and a sense of home, and not only signal borders or divisions.
In Berlin, the artists of The Moving Matters Traveling Workshop will work in and around the Kapelle der Versöhnung (Chapel of Reconciliation) to explore the multiple meanings of walls by developing an exhibition, performance and public interventions. The Chapel is located on the former border strip where the Church of Reconciliation once stood. The church was on the demarcation line and thus was not used after 1961. In 1985 East German government bombed it to enable the extension of the border zone. The new chapel was dedicated in 2000. Volunteers from around the world came to build the rammed-earth wall that delineates its inner sanctuary and which incorporates the ruins of the former church.
Coming to the Chapel of Reconciliation as “serial migrants” the MMTW artists bring their own experiences of border crossings and recollections of the walls of their different homes to this project. Even as others perceived them as immigrants, refugees, love migrants or locals, they define themselves as serial migrants to focus on their common path of settling in multiple countries. They draw on this multi-faceted individual experience and the collective dynamic generated by the MMTW project since 2013 to contemplate the political and personal meanings of walls in their myriad material and imaginative dimensions.
The Chapel is visited by over 1,500 people each day during the summer months. MMTW Berlin will thus reach a broad international public of 45,000 people. The project is being developed in collaboration of the Reconciliation Chapel and the Refugee Office of Protestant Dinary, Berlin North East.

We Thank These Organizations and Individuals for their Support

Pastor Thomas Jeutner and the Kapelle der Versöhnung
The Refugee Office of Protestant Dinary, Berlin North East
Global Studies Program, University of California, Riverside
The Office of the Dean, CHASS, University of California, Riverside
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